• Grundlagen der Grundstückswertermittlung



    1.Allgemeines

    Ziel der Grundstückswertermittlung, ist die Ermittlung des Verkehrswertes eines Grundstücks, d.h.  des Preises, der zu einem bestimmten Zeitpunkt im gewöhnlichen Geschäftsverkehr ohne Rücksicht auf pesönliche oder ungewöhnliche Verhältnisse zu zu erzielen wäre  § 194 BauGB . Eine Grundstückswertermittlung  i.S.v. §194 BauGB  wird insbesondere im privaten Grundstücksverkehr ( z. B. bei Beleihungen im Kreditbereich etc..) oder auch bei amtlichen Verfahren der Bodenordnung, sowie bei Ermittlung von Enteignungsentschädigungen,  benötigt.

    2.Rechtsgrundlagen

    Baugesetzbuch ( §§ 192 ff. BauGB)
    Immobilienwertermittlungsverordnung( ImmoWertV) 
    Wertermittlungsrichtlinien 2006 (WertR 2006)
    Sachwertrichtlinien (SW-RL)

    3.Wertermittlungsverfahren

    Folgende maßgebliche Bewertungsverfahren sind in der ImmoWertV normiert:

    Sachwertverfahren ( §§ 21 ff WertV )
    Ertragswertverfahren (§§ 17 ff ImmoWertV ) 
    Vergleichswertverfahren( § 15 ImmoWertV )

    4.Gutachterausschuss

    Der Gutachterausschuss ist i.S.v. § 192 BauGB, ist ein selbständiges, unabhängiges Gremium, mit dem gesetzlichen Auftrag , für die notwendige Transparenz auf dem Grundstücksmarkt, zu sorgen.
    Seine Hauptaufgaben sind:
    - Das Sammeln und Auswerten von Grunstückskaufpreisen
    - Die Veröffentlichung von Wertermittlungsgrundlagen wie Bodenrichtwerte,
      Liegenschaftszinsen, Marktanpassungsfaktoren, etc..